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Schreiberei

All diese Schreiberei dient doch nur dazu, meine Stimme zu finden. Denn ich werde das Gefühl nicht los, etwas zu sagen zu haben. Nur weiß ich nicht, wie ich es heraus kriege, und bestenfalls auch gehört zu werden.

All diese Schreiberei dient nur dazu, meine Gedanken zu sortieren. Den Fluß, der ihnen innewohnt zu erkennen und herauszuholen, den Sinn dahinter zu offenbaren, eine Folgerung daraus zu ziehen.

All diese Schreiberei dient nur dazu, das flüchtige festzuhalten. Die Überlegungen, die mir jeden Tag durch den Kopf schießen, zu sammeln, beinander zu halten, und ein Gesamtbild zu ermitteln.

All diese Schreiberei dient nicht nur, sondern treibt mich an, hält mich wach, den Geist, die Achtsamkeit, die Beobachtung, die Sinne.

All diese Schreiberei ist einerlei.

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Wort-, Inhalts-, Emotionsfindung

Seit gut einem Monat schreibe ich hier nun, mit sich steigernder Häufigkeit, und steigendem Rant-Charakter. Ein buntes Sammelsurium zu politischem, persönlichem, psychologischem und einfach nur pathologischem. Nicht viele lesen mit, warum auch, es hat selten einen aktuellen Bezug, und die Erkenntnisse sind kaum wirklich neu. Ein bisschen neu mögen die Worte in ihrer Anordnung sein, auf jeden Fall bringen diese, so wie sie herauskommen, neue Erkenntnisse. Einfach nur durch das entstehen. Denn einige Beiträge sind zwar durchaus geplant und längerfristig geschrieben, die meisten entstehen aber spontan aus einem Gefühl heraus, und beschreiben dieses in ihrem Verlauf daher ganz gut. Sie entwickeln sich beim schreiben. Das Gefühl wird zu Worten wird zu Erkenntnis. Ein schöner Prozess, wenn auch nicht immer einfach für Außenstehende nachvollziehbar. Das transparent machen der Gedankengänge, ein zusätzlicher Lerneffekt des Schreibens, irgendwann werden die Texte dann vielleicht verständlich. Wenn sie aber jetzt schon Emotionen auslösen können: umso besser. Denn das ist eigentlich alles worum es geht.