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Im Alter wird es einsam

Musik ist Leben. Ein leicht abgedroschenes Klischee, dass dadurch nicht weniger wahr ist. Wir alle haben unsere musikalische Wegbegleitung, die Songs zu denen wir uns verliebten, das erste Mal betrunken waren, die Alben die eine Lebensphase begleiteten, unsere Entwicklung dokumentierten, nein, vorantrieben!Die Grunge-Phase, Weiterlesen…

Verschiebung

Es ist ein komisches Gefühl in der Luft, vielleicht im Wetter, aber sicher um die Menschen. Die Zeiten, sie haben sich beschleunigt, es ist nichts neues. Die Lebkuchen Anfang September legen trauriges Zeugnis davon ab, dass wir schon an das morgen denken, während wir das jetzt ndoch gar nicht wahrnehmen. Wir lassen uns mitreißen, von allem was passiert, es gibt kein gegensteuern mehr.

Und doch. Irgendetwas verändert sich.

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Selbstdarstellung, Selbstzerlegung

Ein weiterer schöner Sommertag. Ein Blick aus dem siebten Stock auf das schöne München, mit dem ich immer noch nicht wirklich warm werden konnte. Seit Stunden sitze ich schon wieder in meinem Glasgefängnis, mit einigen anderen Gefangenen, die das vermutlich gar nicht so eng sehen. Ich wurschtele mich durch ein paar Excel-Tabellen, schreibe ein paar E-Mails, versuche das, was passiert, immer schön einfach und „Management-gerecht“ aufzubereiten. Vielleicht ist mein Job gerade „Vereinfacher“. Abgesehen davon, dass ich nicht besonders viel zu tun habe, und gerne mehr zu tun hätte, bin ich in keinster Weise daran interessiert, dass hier irgendetwas komplizierter, aufwendiger, umständlicher wird. Im Gegenteil, das vereinfachen kommt mir sehr entgegen.

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Schreiberei

All diese Schreiberei dient doch nur dazu, meine Stimme zu finden. Denn ich werde das Gefühl nicht los, etwas zu sagen zu haben. Nur weiß ich nicht, wie ich es heraus kriege, und bestenfalls auch gehört zu werden.

All diese Schreiberei dient nur dazu, meine Gedanken zu sortieren. Den Fluß, der ihnen innewohnt zu erkennen und herauszuholen, den Sinn dahinter zu offenbaren, eine Folgerung daraus zu ziehen.

All diese Schreiberei dient nur dazu, das flüchtige festzuhalten. Die Überlegungen, die mir jeden Tag durch den Kopf schießen, zu sammeln, beinander zu halten, und ein Gesamtbild zu ermitteln.

All diese Schreiberei dient nicht nur, sondern treibt mich an, hält mich wach, den Geist, die Achtsamkeit, die Beobachtung, die Sinne.

All diese Schreiberei ist einerlei.

Verlass dich nicht auf unzuverlässige Dinge

Der digitale Lifestyle, cloud-basiert, mobil, App-gestützt, flexibel, dynamisch, dauerhaft connected, jederzeit bereit. Wenn es nur so wäre. Weiterlesen…

Ausschleichen

Es ist so eine Sache mit den Psychopharmaka. In der Breite mißverstanden, im Einzelfall nicht ganz unkompliziert, aber unterm Strich eine sinnvolle notwendige Angelegenheit. Weiterlesen…

Das schöne Wetter macht mich depressiv

Was für ein geiles Wetter! Lass‘ uns was machen! Wir treffen uns im Biergarten! Schön im Park abhängen! Grillen, grillen, grillen, chillen und Leute treffen! In der Sonne liegen!

Nach gängigen etablierten Maßstäben gilt das derzeitige Wetter wohl als „schön“. Es ist jenseits der 30 °C und kein Regen weit und breit, jeder rennt in möglichst kurzen Kleidungsstücken rum, alles, was gesellschaftlich gerade noch anerkannt ist wird gezeigt an nackter Haut, Kaltgetränke und Eis finden reißenden Absatz, und jegliche Art von Feuchtbiotop wird Ziel vielfacher Pilgergänge. Alles bewegt sich etwas langsamer, es ist auch Urlaubsstimmung zu spüren, der Deutsche wird zum Bon Vivant und genießt das Leben. Also, jetzt mal so richtig!

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