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Ausschleichen

Es ist so eine Sache mit den Psychopharmaka. In der Breite mißverstanden, im Einzelfall nicht ganz unkompliziert, aber unterm Strich eine sinnvolle notwendige Angelegenheit. Weiterlesen…

Das schöne Wetter macht mich depressiv

Was für ein geiles Wetter! Lass‘ uns was machen! Wir treffen uns im Biergarten! Schön im Park abhängen! Grillen, grillen, grillen, chillen und Leute treffen! In der Sonne liegen!

Nach gängigen etablierten Maßstäben gilt das derzeitige Wetter wohl als „schön“. Es ist jenseits der 30 °C und kein Regen weit und breit, jeder rennt in möglichst kurzen Kleidungsstücken rum, alles, was gesellschaftlich gerade noch anerkannt ist wird gezeigt an nackter Haut, Kaltgetränke und Eis finden reißenden Absatz, und jegliche Art von Feuchtbiotop wird Ziel vielfacher Pilgergänge. Alles bewegt sich etwas langsamer, es ist auch Urlaubsstimmung zu spüren, der Deutsche wird zum Bon Vivant und genießt das Leben. Also, jetzt mal so richtig!

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Was weißt du über die Liebe?

Ich weiß nichts über die Liebe. Das ist fast verwunderlich, da ich dauernd über sie nachdenke.

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Auseinandersetzung: vielleicht unnötig.

Da redet man sich jahrelang ein, man wäre Misanthrop, so ein schönes Modewort, besonders auf Twitter – doch eigentlich gibt es nur einen Menschen den man nicht mag, und das ist man selber. Vor den anderen hat man, eben deswegen, wahrscheinlich einfach nur Angst. Menschenansammlungen? Nur wenn sie anonym bleiben. Unterhaltungen? Bitte nur eine Person zur Zeit. Enge Kontakte? Bitte nur mit wenigen ausgewählten Menschen. Weiterlesen…

Über das unsichtbar sein

Nur zu gut erinnere ich mich an den Film über den Unsichtbaren. Claude Rains muss es gewesen sein. Aufgrund eines von ihm entwickelten Unsichtbarkeits-Serums wurde er aggressiv und psychotisch – und erst am Ende durch den Tod erlöst, filmisch spektakulär Ader für Ader wieder sichtbar werdend. Manchmal muss ich an ihn denken, ob seine Aggression nicht vielleicht auch ein Bild war für die Verzweiflung, die sich aus dem nicht-gesehen-werden ergeben kann. Eine Gegenreaktion dazu, von anderen Menschen nicht wahr- oder ernst genommen zu werden. Wobei der Regisseur erklärte, dass es einfach nur ein Zugeständnis an das Publikum sei: ein Mensch, der sich unsichtbar machen will, sei automatisch „verrückt“. Weiterlesen…

Disziplinarschtrafe

Es ist so eine Sache mit der Disziplin. Entweder man hat sie, oder eben nicht. Und bei all den Dingen im Leben, bei denen man ein wenig weiterkommen möchte (was auch immer das bedeuten mag), muss man dann halt dran bleiben. Durchhaltevermögen. Langer Atem. Strikt, eisern, verlässlich. Kurz: öde. Liegt vielen nicht. Mir auch nicht so richtig.

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Unendlich

Seit Wochen versuche ich, meinen Gemütszustand einmal bloggend festzuhalten. Das hier ist ungefähr passend.

Und dann saß ich in der U-Bahn, und all die Jahre und Berge von Eifer, von Suche, von Anhäufung und Versuchen mich zu definieren, fielen Stück für Stück von mir ab, und mit jeder verstreichenden Minute wurde ich leichter, wurde ich mehr ich, und ich dachte dabei an Dich, ich ließ ein paar Worte über Twitter ab, um meinen Gemütszustand zu dokumentieren, ihn zu teilen!, und ich dachte nur an Dich und Deine Worte, und dass ich unendlich verliebt bin und unendlich glücklich und dass dies gerade ein unendlich schöner Zustand ist. Danke.