Was weißt du über die Liebe?

Ich weiß nichts über die Liebe. Das ist fast verwunderlich, da ich dauernd über sie nachdenke.

Aber es ist eben nur fast verwunderlich, denn man weiß ja dass es nichts bringt über die Liebe nachzudenken. Man kann über die Erscheinung und die Folgen nachdenken, aber die Liebe selbst ist wohl so greifbar wie die Schäfchenwolken am Himmel. Auch das darüber schreiben wird mir nicht helfen sie zu verstehen. Es hilft vielleicht ein wenig mich selber zu verstehen. Und es hilft mir zu verstehen was ich verstehen kann. Es wäre schön mehr darüber zu wissen, und damit mehr über mich zu wissen. Ich muss schließlich mit mir leben, ob mit oder ohne Liebe.

Manchmal bringt ein kluger Spruch das Dilemma am Besten auf den Punkt. Hier ist so einer:

     „Es ist ein Balance-Akt Nähe zu schenken, und dabei nicht anzuhaften.“ (aus persönlicher Skype-Beratung)

Denn es begab sich so:

     „Da findet man die Eine in einer Million. Aber sie will nicht. Nun die nächste Million durchsuchen.“ (@Verwechslung)

Mehr als Freundschaft sei da nicht. Man kennt es zur Genüge. Beim drölften Mal nervt es allerdings, und wird schlicht anstrengend. Bin ich es, was mache ich falsch, bin ich so unliebenswert dass mich niemand will? Die ganz schlauen blöden werden sofort sagen: es liegt an deinem Selbstvertrauen. Das man sich, natürlich, anderswo holt, nicht durch Bestätigung vom anderen Geschlecht. Und wenn man es dann hat, dann begibt man sich wieder in die Schlacht. Und dann geht es wieder kaputt, das Selbstvertrauen. So ist bisher der Kreislauf. Ich war noch nicht erfolgreich diesen Kreislauf zu durchbrechen. Einen entscheidenden, kleinen Punkt habe ich immer übersehen. Oder vielleicht einen großen, irgendeins von diesen Elefantendingern die immer in irgendwelchen Räumen rumstehen. So ein Problem. Das kann man sich nun wirklich nicht vorwerfen, denn damit rechnet ja keiner.

Beispielsweise Nähe zu suchen, und dabei nicht anzuhaften. Was so fürchterlich schwer fällt, wenn man halt primär die Nähe sucht, und das anhaften eher unabsichtlich passiert.

Ich mache keinen Sinn.

Deswegen werde ich weiter darüber nachdenken.

 

Auch dieser Text stammt aus der Mottenkiste, ca. 2012, und scheint erst jetzt reif zu sein, das Licht der Öffentlichkeit zu erblicken. Im übrigen hat die Durchsuchung der nächsten Million tatsächlich den gewünschten Erfolg gebracht.

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About Greg B.

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