Mit.Denken.Wieder.Käuen.

Das mit dem Denken ist ja heutzutage so eine Sache. Alle behaupten, dass sie es tun, aber wie viel davon ist einfach nur mentales Wiederkäuen weit verbreiteter Positionen? Die größte mediale Präsenz, die besten Kommunikationswege, das lauteste Geschrei (natürlich), mit vertrackten und vielfältigen Geschichten und Verwirrungen und “Realität” lockend, und schon verwechselt man irgendwann eine weit und weiter gestreute Informationsaufnahme mit eigenen Gedanken. Der Eklektizismus wird zum vorherrschenden Glauben, jeder bastelt sich seine eigene Philosophie, aus Dingen die ihm gerade in den Kram passen, die er in irgendeinem Stern-Bericht gelesen, einer arte-Sendung über fernöstliche Religionen oder einem Paulo Coelho-Buch vielfach nickend zur Kenntnis genommen hat. Ja, das macht doch alles einen Sinn. Man müsste ja auch mal nach Indien, oder Thailand, zur spirituellen Erweiterung, da könnte man dann danach auch gleich noch an den Strand. Natürlich alles fest verwurzelt im christlichen Glauben, man weiß ja wo man herkommt, und eigentlich ist das doch alles schon ganz gut hier, nur das mit dem beten, das passt mir halt so nicht, und so mache ich halt jetzt Poweryoga und atme ganz doll und bin jetzt arg bewusst. Bis zum nächsten Bier halt. Und daher denke ich.

Die Coelho-isierung der Gesellschaft, von jedem ein bisschen, der Geist und das überirdische zerfasert, es gleicht einem modernen Sandwich- oder Coffee-Shop, in dem man sich alles praktisch zusammenstellen kann, ganz nach seinem Geschmack. Denkste.

Denn so funktioniert das einfach nicht.

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About Greg B.

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