Changes are permanent

Es ist so einladend, sich über Unstetigkeit und Veränderung zu definieren. Nicht festlegen, ständig auf der Suche nach Neuem, konstant unbefriedigt sein. Ebenso wie es einfach ist, sich auf die Unveränderlichkeit, das gewohnte, Rituale und (vermeintliche) Sicherheit zurückzuziehen, Etablierung zu suchen und sich darin festzusetzen. Und es ist so naheliegend, die andere Seite als die falsche, die eigene als die einzig Sinn- und Seelenheil stiftende Lebensweise anzusehen. Wer bist du denn, immer nur nach dem neuesten Kick suchend, nie zufrieden? Und wer bist du denn, steckst in deinem Sumpf fest, Spießer, der du den Fortschritt hasst!

Und wenn man sie so über die Jahre beobachtet, die Spießer und die Fortschrittsjunkies, stellt man, wie so häufig, fest dass die Mitte wohl das beste sein mag. Es tut gut, seine Verwurzelungen zu haben, sein Wesen auf das man sich verlassen kann, und seine Werte an denen man sich ausrichtet. Und gleichzeitig lebt man in einer sich stets verändernden Welt, nicht unbedingt immer zum besseren, aber irgendwie leuchtet es ein dass man ein wenig mit den Dingen um sich herum mitziehen könnte. Einfach um nicht irgendwann ganz allein zu sein.

Und so bleibt auch mir nichts anderes übrig, als konstant hin- und her zu oszillieren, zwischen der Suche nach meinem besseren Ich, und der Überzeugung dass mein jetziges Ich schon ganz dufte ist, nicht zuletzt dem lieben Selbstwert zuliebe. Ziehe ich mich zurück in mein Schneckenhäuschen, lasse die Welt Welt sein, und kontempliere die Ruhe und Konstanz gewohnter Umgebung. Oder ziehe ich hinaus, frische Einflüsse und Gedanken suchend, Meinung zu schärfen oder über Bord zu werfen, inspiriert von den Menschen da draußen, die alle das selbe tun, und so ist die Welt jede Sekunde eine andere und bleibt spannend, auch wenn sich manches nur graduell verändern mag.

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About Greg B.

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