Ein bißchen zu viel

Es gibt diese Tage, da ist es alles ein bißchen zu viel. Plötzlich trägt alles was man angestossen hat Früchte, beginnt sich zu entwickeln. Ganz langsam an manchen Stellen, schnell und intensiv, ruckartig, an anderen Stellen. Es stösst zu, quillt aus allen Ritzen und Löchern. Ein überschäumendes Inferno an Ereignissen, ein Meer an “passiert”, und von nichts kann man behaupten man wäre unschuldig daran. Alles trifft dich aus einem Grund. Auch wenn er nicht immer erkennbar ist.

Von allen Seiten wollen sie etwas, will es, das Leben, etwas. Sie bedrängen dich, fragen dich, stellen dich vor neue Tatsachen, etwas hat sich geändert, etwas fällt ganz aus. Ein neuer Weg, wie spannend, aber keine Zeit ihn zu verfolgen. Dieser Weg ist deiner, doch er macht einen Knick, du stehst vor einer Wand. Gibt es einen Durchgang, eine Umleitung? Neue Menschen stehen am Rand, einige verschwinden sogleich, wie der Leitpfosten der im Dunkeln kurz aufblinkt, andere bleiben länger, manch’ einer setzt sich sogar zu dir. Die meisten steigen irgendwann wieder aus. Menschen, die dich auf deiner Reise konstant begleiten, sind schwer zu fnden. Behalte sie, schütze sie. Sie schützen auch dich. Sie sind die Wellenbrecher in diesem Sturm, die Nebelhörner im Trüben, die Seekarte wenn das GPS ausfällt, die dich sicher in einen Hafen bringen kann.

Die Fahrt musst du selber machen. Das navigieren. Die Entscheidung wo es weiter geht. Fahrt rausnehmen, mehr Fahrt geben. Den anderen Signale geben, die Kommunikation, alles liegt bei dir, keiner kann dir das abnehmen. Und auch die Entscheidung einen Hafen zu suchen, wenn der Sturm einmal zu heftig wird, musst du ganz alleine fällen.

Heute war so ein Tag. Diese Woche ist voll mit solchen Tagen. Also heißt es den Südwester aufsetzen, das Sicherungsseil einklinken, und durchhalten. Noch 3 Tage bis zum sicheren Hafen. Ahoi. Kotzen ausdrücklich erlaubt.

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About Greg B.

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